Nun nehme ich mir endlich die Zeit zu beschreiben, was ich mit den (Bio) Orangen, die es letztens recht günstig gab angestellt habe…
Es gab Orangenmarmelade…. einfach pur, mit nix dazu. Allerdings auch ohne Schale, denn ich bin kein Fan von Bitterorangenmarmelade. Ganz simpel Orangen schälen, in der Mamsell schreddern, Gelierzucker dazu, kochen, in Gläser füllen, fertig. Geht natürlich auch im Kochtopf 🙂

Für die nächste Ladung reichten die Orangen nicht mehr ganz, so dass ich einfach nach Gefühl zwei Kakis, eine Banane (die der Sohnemann in der Kita zwar aufgemacht, aber nicht gegessen hat 😉 ) und bis zum gewünschten Kilogramm drei oder vier Boscop aus Omas und Opas Garten bzw. mittlerweile meinem Keller aufgefüllt habe. Die Marmelade schmeckt richtig klasse und jeder, der sie bisher probiert hat ist begeistert.
(Ähnlich gut schmeckt übrigens die Kiwi- Bananen Marmelade, die ich die Tage gemacht habe, weil die Kiwis zu reif zum Essen aber zu schade zum Wegwerfen waren… drei Kiwis, drei oder vier Bananen, so dass es ein halbes Kilo Frucht ergab, 250g Gelierzucker dazu, kochen, fertig…)

Die Orangenschalen habe ich (nachdem ich sie heiß gewaschen habe) natürlich auch verwertet… von einigen habe ich die Zesten mit einem Sparschäler abgemacht und mit Meersalz in ein Glas gegeben, woraus nach ein paar Tagen Orangensalz entsteht (Beschreibung folgt). Orangenzucker wäre sicher auch eine Option…. vielleicht teste ich das demnächst Mal.

Mit einem anderen Teil der Schalen (tatsächlich die ganzen Schalen, nicht nur die Zesten) habe ich Orangenessig angesetzt sowie zusammen mit Zitronenschalen einen Reiniger.
Schalen von Zitrusfrüchten in normalen Haushaltsessig geben (alternativ Essigessenz, dann aber bitte so verdünnen, dass es einen 5% Essig ergibt). Nach ungefähr zwei Wochen kann der Essig genutzt werden, bei hartnäckigen Verschmutzungen kann ein wenig Spülmittel dazugegeben werden.

Orangenessig wird ähnlich gemacht, dafür natürlich ausschließlich Bio- Orangen nehmen, in Haushalts- oder Weissweinessig geben, ungefähr zwei Wochen ziehen lassen, abseihen und für z.B. Salatdressing oder Saucen nutzen.
Parallel zieht gerade das Olivenöl mit Zitronenschalen, ich bin gespannt wie die Kombi im Salatdressing schmecken wird!

Der Phantasie sind hier natürlich auch keine Grenzen gesetzt… das Zitronenöl kann z.B. mit Rosmarin oder Knoblauch versehen werden, der Orangenessig mit Pfefferkörner und und und
Da fällt mir ein, dass der Orancello, der seit ungefähr Weihnachten vor sich hin zieht auch noch auf Fertigstellung wartet…
Nachtrag: Es wurde der Übersicht wegen eine Verlinkung der einzelnen Rezepte gewünscht, das folgt demnächst gerne